Wir bleiben dran

Gemeinde Worpswede                                     Worpswede, den 31. August 2020

Bauernreihe 1

Herrn Bürgermeister Schwenke

27726 Worpswede

Per Fax.: 312-39 sowie per E-Mail

Antrag auf Einrichtung einer Fahrradstraße auf dem Hammeweg

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schwenke,

mit einer konsequenten Radverkehrsförderung können auf dem Hammeweg im Erholungs- und Landschaftsschutzgebiet vermeidbare Pkw-Fahrten durch Radfahrten ersetzt werden. Radverkehr bietet neben Aspekten eines umweltschonenden und des Gebiets angepassten Verkehrs auch soziale, gesundheitsbezogene sowie oft sogar wirtschaftliche Vorteile.

Der Bereich Hammeniederung, Hammeweg, Vor den Pferdeweiden, Eichenweg, Worpsweder Bahnhof, Im Brande, Birkenweg bis hin nach Weyerdeelen Teufelsmoor wurde und wird gerade in diesem Jahr sowohl von Touristen als auch von den Einheimischen verstärkt mit dem Fahrrad genutzt und somit sehr stark frequentiert. Wirtschaft (nachhaltiger Tourismus) und auch Lebensqualität der Einwohner würden deshalb von einer Fahrradstraße außerordentlich profitieren.

Die Fahrradstraße ist eine Straße, kein Radweg, die vorrangig für den Radverkehr vorgesehen ist (festgelegt in StVO Fahrrad-Novelle 1997).

Fahrradstraßen sollen Vorteile gegenüber dem Kfz-Verkehr schaffen und so auch zu mehr Sicherheit für Radfahrerinnen und -fahrer führen.

Fahrradstraßen kommen dann in Betracht, wenn der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart darstellt oder dieses bald zu erwarten ist. Was auf dem Hammeweg wohl unstrittig ist.

Die UWG Unabhängige Wählergemeinschaft Worpswede beantragt daher, daß sich die Verwaltung gegenüber dem Landkreis dafür stark macht auf dem Hammeweg eine Fahrradstraße einzurichten.

Wir beantragen im Einzelnen:

a)

Umwidmung des Hammewegs ab Einmündung Walter-Bertelsmann-Weg bis zur Hammebrücke bei Neu Helgoland in eine Fahrradstraße.

b)

Den Autofahrerinnen und -fahrern werden die Veränderungen durch deutliche, große Schilder (Verkehrszeichen 244) und eventuell durch zusätzliche Piktogramme auf der Fahrbahn signalisiert.

Damit die Straße auch weiterhin mit anderen Fahrzeugen befahren werden darf, werden Zusatzzeichen angebracht (Beispielsweise Anlieger frei bis Hammebrücke). Damit ist sichergestellt, dass auch weiterhin Besucher das Naherholungsgebiet Neu Helgoland mit dem PKW erreichen können

Begründung:

Durch eine Fahrradstraße haben Fahrradfahrerinnen und -fahrer vor PKWs und anderen Fahrzeugen Vorrang. Es gilt weiterhin rechts vor links und die anderen Kraftfahrerinnen und -fahrer müssen sich hier dem Radverkehr anpassen. Die Gefährdung von Radfahrerinnen und -fahrern wird damit erheblich vermieden.

Ferner ist durch das Einrichten der Fahrradstraße die Geschwindigkeit automatisch geregelt. Die Geschwindigkeit muß sowohl angepasst sein und es darf nicht schneller als 30 km gefahren werden.

Natürlich dürfen die Radfahrerinnen und Radfahrer auch überholt werden, sofern es die Verkehrssituation zulässt. Es muss allerdings ein Abstand von 1,50 m eingehalten werden.

In einer Fahrradstraße dürfen die Fahrradfahrerinnen und -fahrer neben einander fahren.

Die Vorteile, die die Fahrradstraße gerade in dem sensiblen Bereich generiert liegen auf der Hand:

Vor allem Kinder, die mit dem Rad zum Hammestrand unterwegs sind, werden weniger gefährdet. Damit größere Sicherheit.

Radfahrerinnen und Radfahrer können entspannter fahren.

In der Regel weniger Kraftfahrzeugverkehr. Somit müssen dort keine zusätzlichen, die Landschaft verschandelnden neuen Parkplätze geschaffen werden. Was den Nutur- und Landschaftsschutz dort auch zu wider laufen würde. Wir alle wollen am Hammehafen keine Blechlawinen, sondern Erholung, Natur und Landschaft. Entspannung und Genuss, also sanften Tourismus.

Seitens des Worpsweder Rats wurde schon früher für mehr Radverkehre geplant, daher wurde am 22.01.2018 beschlossen (Vorlage 17/142) Geld für Fahrradabstellmöglichkeiten in den HH 2018 einzustellen. Hier hat der Rat schon in die Zukunft gedacht.

Durch die Fahrradstraße ist ohne Schaffung eines zusätzlichen Radwegs entlang des Hammeweg – was aus Landschafts- und Naturschutzgründen richtigerweise nicht möglich ist – die angedachte Wegnetzverbindung von Bremen oder Osterholz‑Scharmbeck kommend zum Hammestrand und weiter durch die Hammeniederung möglich. Einen kompletten Verzicht auf einen Fuß- und Wanderweg finde ich schwierig. Die UWG hat immer auch thematisiert, dass Fußgruppen sicher zur Hamme kommen müssen.

Sollte der bereits vom Worpsweder Gemeinderat verabschiedete Plan eines Fuß-/Radwegs vom Waakhauser Polder bis zum Weyermoorer Bahnhof einmal fertiggestellt sein, ist ein komplettes Rad- bzw. Wanderwegenetz geschaffen. Dadurch fördern wir sehr deutlich einen sanften Tourismus. Auch der Rad-/Fußweg Waakauser Polder ist bereits durch den Rat in Worpswede einstimmig beschlossen worden, um in dem genannten Bereich auf Erholung und den Schutz der Landschaft und der Natur zu setzen.

Wir bitten um Beratung im nächsten Fachausschuss

Für die UWG Worpswede

Eva Bunn

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